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Einen Kachelofen Bauen...
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Einen Kachelofen Bauen...

Ein Erfahrungsbericht für Interessierte, insbesondere selbstbauer, aber auch für die, die einfach mehr von den Hintergründen eines Kachelofens wissen wollen.

Ein Ofen im Neubau

Da wir kein passendes altes Fachwerkhaus zum sanieren gefunden haben wurde es ein Neubau.

Wenn man, wie ich, der Meinung ist, dass ein Haus erst dann ein Haus ist, wenn man ein Feuer darin anzünden kann, hat man mit einem Neubau ein Problem: Die viele Wärme!

Ein Neubau wird per Gesetz thermisch so dicht, dass man kurz nach dem Anzünden eines normalen Ofens eigentlich ein Fenster aufreissen muss um nicht in der Sauna zu sitzen. Und dann sitzt man im Durchzug.

Außerdem: In einem Neubau wird der Ofen auf jeden Fall teuer: Die Standfläche von etwa 1m² kostet etwa 1500€ (ca-Preis für Wohnfläche), der Kamin schränkt den Grundriss auch in den anderen Stockwerken dramatisch ein und kostet selbst noch mal auf jeden Fall vierstellig, zuzüglich der dadurch "verschwendeten" Wohnfläche.

Die Alternative ist so ein fieser außen-Edelstahl-Schlot, sicher eine technisch sinnvolle, aber keine schöne Lösung. Ausserdem steht dann der Ofen auf jeden Fall an einer Aussenwand. Und Umsonst wird's auch nicht: Unsere Belüftungsanlage verlangt nach einem Unterdruck-Abschalter, der Schornsteinfeger möchte mitreden, so dass bei der geforderten Schlothöhe nur noch eine Giebelwand des Gebäudes in Frage kommt etc.

Also richtig machen:

Die viele Wärme wird man los, indem man sie in den Keller entsorgt. Im Ofenbauer-Sprech heißt das Kesseltechnik: Das Feuer erwärmt Wasser, welches in den Warmwasserspeicher im Keller gepumpt wird. So wie bei z.B. einer Solaranlage (Warmwasser). Wie groß der "Kesselanteil" der Wärme ist gibt der Hersteller für den Ofen(einsatz) in etwa an, wobei das auch noch von der Art der Befeuerung abhängt.

Damit nicht genug: Damit die verbliebene zweite Hälfte der Wärme nicht das Wohnzimmer überhitzt kann man weiteres berücksichtigen: Das Wohnzimmer darf ruhig groß sein, oder zu möglichst viel Rest des Hauses offen (der Schornsteinfeger nennt das Wärmeverbund: Ein kleiner Raum darf nicht zu viel Heizleistung haben).

Und jetzt das Spannendste: Die Wärmeabgabe des Ofens an den Aufstellraum kann verzögert werden: Je schwerer der Ofen ist um so länger braucht er um sich auf zu heizen. Er wird langsamer warm, braucht aber auch länger um aus zu kühlen. Die Energie bleibt die gleiche, die Zeit wird gestreckt.

Grob geschätzt wiegt unser Ofen gut eine Tonne.

Kachelofen, Grundofen, Warmluftofen, Specksteinofen - mit und ohne Kessel - hä?

Ganz einfach:

  • Kachelofen = schwer
  • Grundofen = gemauerter Brennraum statt Heizeinsatz aus Stahl
  • Kessel = Wassererwärmung
  • Nachheizzüge = viel Masse, durch die die Rauchgase geführt werden, die so die Wärme aufnimmt
  • Specksteinofen = das Baumarktdinggen, ein wenig mit Steinchen beschwert die ein ganz wenig die Wärmeabgabe drosseln
  • Warmluftofen = Unten und oben Luftein-/auslässe in der Ofenhülle. Die um den Ofeneinsatz strömende Raumluft wird so recht schnell erwärmt.

  • fehlt was? Dann mailen, dann ergänze ich meine Liste gerne.

...more to come soon, Seite noch im Aufbau (Datum: 22.5.2017)